SATANIC PANIC (2019)

SATANIC PANIC (2019) Regie: Chelsea Stardust Sam versucht wirklich, ihr beschissenes Leben auf die Reihe zu bekommen. Heute ist ihr erster Tag im neuen Job als Pizzalieferantin und was bereits grauenvoll beginnt, endet desaströs, als die letzte Lieferung des Tages sie in eine Villa voller … wer hätte es erwartet … Satanist*innen führt, denen für die perfekte Teufelsbeschwörung genau eines fehlt: eine Jungfrau. Oder in anderen Worten: Sam. *****

Ich gestehe, ich bin vorurteilsbehaftet. Sobald irgendwo Fangoria draufsteht, beginnt mein Fangirlherz schneller zu schlagen. Fangoria ist quasi der unheilige Gral aller Horrormagazine und die Filme des „blatteigenen“ Studios würde ich als handwerklich überaus bemerkenswerten Trash mit Stil bezeichnen. Da bildet auch SATANIC PANIC natürlich keine Ausnahme. Mit dem ebenfalls als SATANIC PANIC bezeichneten Phänomen hat der Film auf den ersten Blick nichts am Zauberhut, aber vielleicht ist das sogar besser so, denn wer es sich auf der Couch gemütlich macht, um einen herrlich ungemütlichen Abend mit Satanist*innen aus dem Hause Fangoria zu genießen, der hat wenig Bock auf einen soziokulturellen Diskurs, dafür umso mehr Lust auf Blut und rohes Fleisch. Und das gibt es. Und wie es das gibt! Selten habe ich in einem Film derart sehenswerte Innereien gesehen. Gedärm der allerersten Güteklasse! Und es wird auch gekotzt, was der satanisch manipulierte Mageninhalt hergibt. Das sogar so exzessiv, dass man kurz meinen könnte, man wäre in der Abteilung Vomit Gore und nicht bei Guts and Gore gelandet. Auch wenn die schauspielerische Leistung eher an ein Stickerheft erinnert, da die meisten Charaktere einfach nicht mehr als fast schon schmerzhaft stereotype Abziehbildchen sind, so ist vor allem die Reflektorfigur Sam quasi ab der ersten Szene eine Sympathieträgerin, mit der man mitleiden und mitfiebern kann. Generell oszilliert SATANIC PANIC nahezu hysterisch zwischen süßer Teenie-Komödie und bluttriefender Satanismus-Themenparty im Swingerclub von Hintertupfing, aber genau das macht auch den Charme aus. Ekelhaft? Auf jeden Fall! Originell? Überraschenderweise sogar das! Bizarr? Unbedingt! Zusammengefasst präsentiert uns SATANIC PANIC in quietschbunter und gutgelaunter Popcorn-Kino-Manier ein Bild von Satanismus, wie es sich ein dreizehnjähriger Mayhem-Fan in seinen feuchten Träumen ausmalen oder ein semiseniler Erzkatholik als abschreckendes Beispiel seinen unfreiwilligen Sonntagsschüler*innen an den Kopf schmettern würde. Und wenn die Uschi und der Karli von nebenan an Satanist*innen denken, dann denken sie ganz gewiss an überdrehte Orgien-Bilder, die aus diesem Film stammen könnten. Insofern wird SATANIC PANIC der Idee (= a moral panic characterized by allegations of satanic ritual abuse) in gewisser Weise wohl doch noch gerecht. Das Entscheidende für mich ist aber, dass Filmfreund*innen mit einem ungepflegten Sinn für Blut, Beuschel und altmodische Effekte durchaus ihre infernale Freude an diesem Fangoria-Höllen-Delirium haben werden. Einfach nicht allzu viel erwarten und dann die Darm- und Tittenparty entsprechend abfeiern!



***** In summary, SATANIC PANIC shows us a picture of Satanism in a squeaky-colorful and good-humored popcorn cinema manner, as a thirteen-year-old Mayhem fan would imagine it or an arch-Catholic would hurl at his unwilling Sunday school students. And when Uschi and Karli from next door think of Satanists, they certainly think of overdone orgy images that could have come from this film. In this respect, SATANIC PANIC does justice to the idea (= a moral panic characterized by allegations of satanic ritual abuse) to some extent. The crucial thing for me, however, is that film lovers with an unkempt sense for blood, gore and old-fashioned effects will definitely have their infernal pleasure with this fangoria hell-delirium. Just do not expect too much and celebrate the party!




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