FEAR STREET 1994/1978 (2021)

FEART STREET 1994/1978 (2021)

Regie: Leigh Janiak


In der gefährlichsten Stadt Amerikas ist schon wieder was passiert. Ein Killer mit einer Totenkopfmaske hat im Einkaufszentrum ein Massaker angerichtet. Doch hinter all den Morden, die in Shadyside verübt werden, steckt ein Geheimnis, dessen paranormale Wurzeln weit zurückreichen. Bock auf eine gruselige Geschichtslektion?


*****


Young Adult ist überhaupt nicht mein Ding.

Das weiß ich.

Und es liegt wahrscheinlich daran, dass ich in meinem Inneresten noch ein absolutes Kind bin und darüber hinaus eine lupenreine Erwachsene. Demnach bin ich genau eines nicht: Young Adult. Sehen wollte ich die Filme dennoch, denn Neugier ist bekanntlich stärker als Wissen.

FEAR STREET, die Romanreihe für Jugendliche, ist in Amerika absoluter Kult. Der erste Teil ist 1989 erschienen und aktuell gibt es über 150 Bücher, die im Shadyside-Universum spielen. Das ist gigantisch und absolut bemerkenswert. Ich ziehe meinen schriftstellerischen Hut! Eigentlich war es also nur eine Frage der Zeit, bis sich eine Streaming-Plattform diesen goldkackenden Esel schnappt. NETFLIX hat das Eselrennen gemacht und Regisseurin Leigh Janiak legt gleich mal drei Filme vor, die sich mit dem mordenden Mysterium Shadyside beschäftigen und im Horrorfilmsommer laut Hype brüllen.

Meine Worte hier beziehen sich vorrangig auf den ersten Teil, denn während des zweiten Teils hat Freddy Krüger an meine Tür geklopft und ich bin gleich mehrfach eingeschlafen. Was wahrscheinlich daran liegt, dass FEAR STREET 1978 mich nicht einmal mehr an FRIDAY THE 13TH (1980) selbst erinnert, sondern bestenfalls noch an Filme, die eben an FRIDAY THE 13TH erinnern. Eigentlich habe ich das Gefühl, dass der Film ein Abklatsch der neunten Staffel von AMERICAN HORROR STORY (2019) ist. Und Slasherfilm-Inception ist mir persönlich einfach zu langweilig. Gute Nacht.

Der erste Teil hingegen ist weitgehend unterhaltsam. Vor allem wenn ich an aktuelle Diskussionen denke (die eine Kongruenz von Akteur und Rolle fordern), bin ich erfreut, dass es Netflix gelungen ist, eine extrem liebenswerte queere Lovestory ins Zentrum zu rücken, die auf mich tatsächlich völlig unverkrampft wirkt (und nicht gleich zum Politikum wird). Reflektorfigur Deena (bezaubernd verkörpert von Kiana Madeira) hat ihre Stärken und ich bin mir sicher, dass sich ein junges Publikum leicht in ihre bedrohliche und dennoch anheimelnde Welt einfühlen kann.

Generell möchte ich noch anmerken, dass FEAR STREET doch deutlich härter ist, als es das Young-Adult-Gewand erwarten lässt. Es wird recht rücksichtslos gemordet und das auf eine Weise, die beinah schon ein „Töten ist bunt und ungefährlich“ impliziert. Die Gewalt wirkt charmant und ist schön anzusehen, aber dabei leider kein bisschen abgedreht wie zum Beispiel in THE SUICIDE SQUAD (2021). Das heißt, dass mir FEAR STREET weder laut lachend die Sicherung raushaut noch eine Betroffenheit in mir auslöst.

Und dann sind mir die Gewalt und das Böse einfach zu sauber.

Zu jugendlich.

Auf den dritten Teil verzichte ich gänzlich, da mich andere Filme und Serien einfach brennender interessieren. Verzeiht die Unvollständigkeit! *****



In general, I would like to note that FEAR STREET is much harder than the young-adult garb would lead you to expect. The killing is quite ruthless and in a way that almost implies "killing is colorful and harmless". The violence seems charming and is nice to look at, but at the same time unfortunately not a bit wacky like for example in THE SUICIDE SQUAD (2021). This means that FEAR STREET neither blows my fuse laughing out loud nor triggers any consternation in me. And then the violence and evil are just too clean for me. Too juvenile.





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